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Kernspintomographie/Magnetresonanztomographie (MRT)

Magnetresonnanztomograph
Bildschirme zur Auswertung des Magnetresonanztomographen

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Die Kernspintomographie wird auch Magnetresonanztomographie (Abkürzung „MRT“) genannt. Diese Begriffe bezeichnen ein und dieselbe Untersuchungsmethode.

Bei einer MRT werden mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen Schnittbilder aus dem Inneren des menschlichen Körpers erzeugt, während der Patient in einer weiten Röhre liegt. Es können die unterschiedlichsten Körperregionen untersucht werden, wie zum Beispiel innere Organe, Knochen und Gelenke, das Herz, bestimmte Teile des Magen-Darmtraktes, die Blutgefäße, die Muskulatur, der Beckenboden, das Gehirn, das Rückenmark und die Nerven.

Ein Hauptgrund für die Anwendung der Kernspintomographie ist die Tatsache, dass sie sehr genaue und differenzierte Darstellungen vieler Körpergewebe liefert, vor allem von Strukturen, welche nicht aus Knochen bestehen, wie z.B. Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Meniskus, Muskeln etc..  Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungsherde, können mit diesem Untersuchungsverfahren entdeckt werden. Strukturen, die einen geringen Wassergehalt haben, wie z.B. solider Knochen oder die Luft in der Lunge, geben nur schwache Signale. Krankhafte Veränderungen im Knochen lassen sich aber wiederum sehr gut erkennen. Vor allem bei der Untersuchung der Lunge wird man, je nach Fragestellung, auf eine andere Untersuchungsmethode zurückgreifen, meist auf die Computertomographie.

Der entscheidende Unterschied der MRT zur Computertomographie (CT) besteht darin, dass nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen gearbeitet wird.

Die Untersuchung im Kernspintomographen dauert allerdings in der Regel länger als in einem Computertomographen; je nach zu untersuchender Körperregion etwa zwischen 10 und 45 Minuten.

Für die Untersuchung im MRT muss der Patient ruhig in einer ca. 70-100 cm langen Röhre liegen. Diese Röhre ist zu beiden Seiten hin offen. Für den Fall, dass der Patient unter Platzangst leidet, kann nach Absprache mit dem Arzt für die Untersuchung ein kurzwirksames Beruhigungsmittel verabreicht werden.

Sämtliche Metallteile (Uhren, Schmuck, Kreditkarten und andere Ausweis- oder Speicherchips, Hörgeräte, Zahnprothesen, Haarklammern, Handys, MP3-Spieler, USB-Sticks etc.) müssen vor der Untersuchung abgelegt werden. Über Metallteile, die sich innerhalb des Körpers befinden, zum Beispiel Gelenkprothesen, künstliche Herzklappen usw. muss der untersuchende Arzt informiert werden.

Patienten, die einen Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert haben, dürfen grundsätzlich nicht im Magnetresonanztomographen untersucht werden! Schwangere Patientinnen sollten nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger telefonischer Rücksprache untersucht werden! Beachten Sie bitte unsere Patienteninformationen.

Während der Untersuchung hält der Patient eine Klingel in der Hand, die es ihm ermöglicht, jederzeit die Untersuchung abzubrechen. Über Mikrofon und Lautsprecher kann er sich mit der Röntgenassistentin verständigen.

Von dem Gerät werden relativ laute Geräusche erzeugt. Der Patient erhält zum Schutz hiervor Kopfhörer.

Für bestimmte Fragestellungen kann es notwendig sein, während der Untersuchung ein MRT-Kontrastmittel in eine Vene zu spritzen. Diese Kontrastmittel sind im Allgemeinen sehr gut verträglich. Lediglich bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion muss die Notwendigkeit der Kontrastmittelgabe vorher vom Arzt streng geprüft werden.

Die Kernspintomographie ist ein sehr sicheres Untersuchungsverfahren. Schädliche Nebenwirkungen konnten bisher nicht nachgewiesen werden.